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Internationale Deutsche Meisterschaften Leichtathletik

Hoch zufrieden mit der Rekordteilnahme von 455 Athletinnen und
Athleten aus 28 Nationen zeigten sich bei der
Eröffnungspressekonferenz am 11. Juni im Tagungszentrum der
Bundespressekonferenz in Berlin die Verantwortlichen der
Internationalen Deutschen Meisterschaften Leichtathletik der
Behinderten (IDM), die vom 13. bis 15. Juni in Berlin stattfanden.
"Wir haben sicherlich mit einer großen Teilnehmerzahl gerechnet, da
ja die Meisterschaften für viele Nationen die letzte Möglichkeit der
Klassifizierung und Qualifizierung für die Paralympics in Beijing
sind. Aber von dieser weltweiten Resonanz, es haben sich 128 Vereine
und Verbände, darunter 100 deutsche Vereine angemeldet, waren wir
dann doch sehr überrascht", so Dr. Ralf Otto vom Paralympischen
Sport Club Berlin (PSC). "So können unsere Berliner schon mal die
Konkurrenz kennenlernen, die ihnen auch in Beijing die Medaillen
streitig machen wollen. Berlin ist mit 13 Aktiven aus 3 Vereinen
(ASV Berlin, PSC Berlin und SC Berlin) vertreten. Wichtig ist, dass
die Meisterschaften offiziell vom Deutschen Leichtathletikverband
anerkannt sind, und somit alle Leistungen auch zur
Olympiaqualifikation dienen können!" Thomas Ulbricht, Weltmeister im
Fünfkampf vom PSC, der in Beijing seinen 5. Platz über die 400m bei
den Paralympics in Athen 2004 noch übertreffen will: "Für Beijing
sind diese Meisterschaften auf alle Fälle ein guter Test, zumal
beinahe die gesamte Weltelite im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark am
Start sein wird. Mein Ziel für Beijing ist Gold im Fünfkampf" Für
Klaas Brose, Geschäftsführer des BSB, haben die Meisterschaften
einen besonderen Reiz: "Mit Oscar Pistorius, der in Berlin über die
100m, 200m und 400m startet und versuchen wird, seine Normzeit über
die 400m für die Olympischen Spiele zu erreichen, ist natürlich ein
besonderer Publikumsmagnet in Berlin zu sehen. Wir freuen uns über
die Rekordteilname und heißen die 28 Nationen in Berlin herzlich
willkommen." Der Südafrikaner Oscar Pistorius, der gegenwärtig die
paralympischen Weltrekorde über 100m, 200m und 400m hält, gibt sich
gelassen: "Ich werde mein Trainingsprogramm im Hinblick auf die
Paralympics weiter durchziehen, und in meinen drei Wettkampftagen
mein Bestes geben. Meine Spezialstrecke sind die 400 Meter. Hier in
Berlin werde ich versuchen mich für das südafrikanische
Olympia-Staffelteam endgültig zu qualifizieren. Für uns als Team ist
in dieser Disziplin die Chance zur Teilnahme in Peking am größten.
Vielleicht muss ich meine am 02. Juli erscheinende Biografie dann
noch um ein Kapitel ergänzen".
Weitere Deutsche werden die IDM zur eigenen Standortbestimmung
nutzen. So will zum Beispiel die blinde Läuferin und Triathletin
Regina Vollbrecht vom SC Potsdam über die 5.000m den Weltrekord
brechen.
Quelle: Reinhard
Tank |