„Ich mach mir keine Hoffnung auf einen Podestplatz“,
sagte der Handbiker Bernd Jeffré (GC Nendorf/Team BEB) vor dem
Straßenrennen am Sonntag, den 20. Juni dieses Jahres.
Im Rennverlauf hat er den Zuschauern an der
Rennstrecke durch den Ort jedoch etwas ganz anderes geboten. Bereits
nach der dritten Runde des 2,4 Kilometer langen Kurses fuhr „der
schwarze Blitz“ allen davon. Dabei wurde der Abstand bis zum Ziel
nach der 15. Runde nicht kleiner, als er er fast zweieinhalb Minuten
betragen hat.
Vice Deutscher Meister nach 36 Kilometern wurde hier
Max Weber, der sich im Zielsprint gegen Vico Merklein (GC Nendorf/Team
Sopur), der sich darüber alles andere als ärgern musste. Er gewann
am Tag zuvor das Bergzeitfahren über 12 Kilometer. Diesmal ging die
Strecke aus den Ort heraus einen kurvigen Anstieg hinauf und bot bei
regnerischem Wetter wenig Zuschauern die Möglichkeit am
Renngeschehen teilzunehmen. Hier wurde Norbert Mosandl Vice Meister
vor Bernd Jeffré, der mit einem dritten und einem ersten Platz sehr
zufrieden schien.
Auch in der U23 Klasse war der GC Nendorf mehr als
gut vertreten. Der zu diesem Datum noch achtzehnjährige Jan Philipp
Ohm räumte in beiden Disziplinen ab. Im Zeitfahren nahm er seinem
Kontrahenten Daniel Petersen über eineinhalb Minuten ab. Dominik
Blessing wurde dritter.
In gleicher Reihenfolge beendeten die drei besten
Junioren das Straßenrennen. Auch hier bewies Jan Philipp Ohm seine
Qualitäten und hängte sich an die Athleten der Erwachsenen.
Auch die anderen Athleten des GC Nendorf, die an den
deutschen Meisterschaften teilgenommen haben, zeigten hervorragende
Leistungen. Währen die verschiedenen Divisionen nicht zusammengelegt
und die Zeiten mit Faktoren berechnet worden, hätte der GC Nendorf
zwei weitere Handbiker auf dem Podest gehabt. Patrick Gabriel und
Jörg Pieper können mit ihren Zeiten, mit denen sie jeweils dritter
in ihren Divisionen geworden wären, sehr zufrieden sein.
Zuletzt haben alle gute Leistungen gezeigt, die den
Bundestrainer Adelbert Kromer sehr beeidruckt haben dürften. Neben
den Deutschen Meisterschaften war dies auch die Qualifikation für
den Bundeskader und damit auch für bevorstehende internationale
Wettbewerbe wie die Weltmeisterschaften oder die Paralympischen
Spiele.