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Mobil mit Handicap: Die Bahn
hilft weiter
Menschen mit Behinderungen stellen für die
Deutsche Bahn AG eine bedeutende Kunden- und damit Zielgruppe dar, deren
spezifischen Bedürfnisse bei der strategischen Ausrichtung, der
Produktentwicklung und Serviceimplementierung jetzt und in Zukunft grundsätzlich
berücksichtigt werden.
Mit dem Gesetz zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) und zur Änderung
anderer Gesetze, das am 01. Mai 2002 in Kraft getreten ist, verfolgt der
Gesetzgeber das Ziel, Menschen mit Behinderungen eine gleichberechtigte Teilhabe
am gesellschaftlichen Leben sowie eine selbstbestimmte Lebensführung zu
ermöglichen. Für den Bereich "Verkehr" trifft § 8 Abs. 2 BGG die Regelung, dass
öffentlich zugängliche Verkehrsanlagen und Beförderungsmittel im öffentlichen
Personenverkehr gemäß § 2 Abs. 3 EBO in der Fassung des Art. 52 BGG zu gestalten
sind. Dort wurde festgelegt, dass die Eisenbahnen verpflichtet sind, "Programme
zur Gestaltung von Bahnanlagen und Fahrzeugen zu erstellen, mit dem Ziel, eine
möglichst weitreichende Barrierefreiheit für deren Nutzung zu erreichen."
Als bundesweit tätiges Unternehmen wird die Deutsche Bahn AG den gesetzlichen
Anforderungen durch Aufstellung einer gesamthaften Zusammenstellung aller
Maßnahmen im Verkehrs- und Infrastrukturbereich der Deutschen Bahn AG in Form
eines sog. Programms gerecht.
Das Programm bildet die Basis der Zukunftsarbeit zur gleichberechtigten Teilhabe
behinderter Menschen am Leistungsangebot der Deutschen Bahn AG, und die
Maßnahmenplanungen zeigen wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Zukunftsvision
des "Barrierefreien Reisens". Sie verstehen sich gleichzeitig als
Weiterentwicklung und Wege zur Umsetzung des Selbstverständnisses der Deutschen
Bahn AG und sind Gegenstand eines Veränderungsprozesses, der gemäß den
gesetzlichen und von Interessenverbänden geforderten Rahmenbedingungen flexibel
zu gestalten ist, um den spezifischen Bedürfnissen von behinderten Menschen in
besonderem Maße Rechnung zu tragen.
Bereits Ende 2003 wurde ein 1. Programmentwurf der Deutschen Bahn AG in den
Deutschen Behindertenrat eingebracht und alle Verbände hatten die Möglichkeit
Stellung zu beziehen. Auf der Basis dieser Stellungnahmen fanden in 2004 zwei
Arbeitsgespräche mit einer vom Deutschen Behindertenrat benannten
Verhandlungskommission (Vertreter unterschiedlicher Behindertenverbände) statt
und der Programmentwurf wurde fortgeschrieben. Das Anhörungsverfahren mit den
anerkannten Behindertenverbänden fand am 20.12.2004 statt. Die
Behindertenvertreter bedankten sich für die bisherigen konstruktiven Gespräche
sowie den intensiven Gedankenaustausch mit der Deutschen Bahn AG, und erwähnten
in diesem Zusammenhang auch, dass in diesem Prozess mehr erreicht wurde, als
gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Vertreter der anerkannten Behindertenverbände
wurden nicht nur angehört, sondern es wurde partnerschaftlich verhandelt.
Der gesamte Prozess sowie die stattgefundenen Abstimmungsgespräche wurden durch
den Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Herrn
Karl Hermann Haack, intensiv begleitet.
Am 24. Juni 2005 wurde das Programm der Deutschen Bahn AG im
Bundeskanzleramt in Berlin durch Bundeskanzler Gerhard Schröder und Hartmut
Mehdorn, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, vorgestellt.
Ziel der Deutschen Bahn AG ist es, weitere Elemente zur Optimierung der
Reisekette speziell für die Zielgruppe der behinderten Menschen zu
verwirklichen, um ihnen ein möglichst barrierefreies Reisen zu ermöglichen. Alle
Konzerngesellschaften der Deutschen Bahn AG, insbesondere die
Unternehmensbereiche Personenverkehr (Fern-, Nah- und Stadtverkehr) und
Personenbahnhöfe werden dazu jetzt und in Zukunft im Rahmen der verfügbaren
finanziellen Mittel ihren Beitrag leisten.
Die Deutsche Bahn AG wird auch weiterhin den intensiven Dialog mit der
Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) und den
Behindertendachverbänden führen, um aktuell auftretende Forderungen und
Anregungen zu diskutieren.
Im Rahmen der sukzessiven Umsetzungsplanung der im Programm aufgeführten
Maßnahmen wurde eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Fachabteilungen der
Unternehmensbereiche DB Fernverkehr AG, DB Regio AG, DB Stadtverkehr GmbH,
DB AutoZug GmbH und DB Station&Service AG sowie vom Deutschen Behindertenrat
entsandter VertreterInnen, gebildet, die ca. 2-3 mal pro Jahr Detailfragen der
anstehenden Umsetzungsmaßnahmen abstimmt. Ein wichtiges Thema ist dabei die
Prioritätensetzung , die den weiteren Umsetzungsplanungen zu Grunde zu legen
ist.
Gleichzeitig setzt sich die Deutsche Bahn AG zum Ziel jeweils zum Jahresende,
beginnend 2005, eine Zwischenbilanz zu ziehen und das Programm in Zusammenarbeit
mit der Arbeitsgruppe kontinuierlich fortzuschreiben.
Im Jahre 2009 wird eine grundsätzliche Überarbeitung des Programms erfolgen, so
dass zum 01.01.2010 ein neues Programm auf Grundlage der Erfahrungen mit diesem
ersten Programm vorgelegt werden kann.
Das Programm der DB nebst allen Anlagen finden Sie zum Download unter Angebote
auf den Internetseiten:
www.bahn.de/handicap
Informationen für
mobilitätseingeschränkte Reisende
-
Broschüre “Mobil mit Handicap –
Services für mobilitätseingeschränkte Reisende“
Kostenlos erhältlich in allen DB
ReiseZentren, an Service-Points, in DB-Agenturen, Versorgungsämtern
und
zahlreichen Reha-Kliniken
- telefonisch bei der
Mobilitätsservice-Zentrale
Sie erreichen Ihre telefonische Hilfe beim Reisen über
die Service-Nummer der Bahn 0180 5 99 66 33*.
Nennen Sie nach der Begrüßung einfach nur das Stichwort
"Betreuung"
und Sie werden umgehend mit einem/einer unserer kompetenten
MitarbeiterInnen verbunden.
Selbstverständlich können Sie die Mobilitätsservice-Zentrale auch weiterhin
über die Ihnen bekannte Telefonnummer 0180 5 512 512* anrufen
(Öffnungszeiten der Mobilitätsservice-Zentrale: Montag bis Freitag 8 - 20
Uhr, Samstag 8 - 16 Uhr,
sonn- und feiertags geschlossen. Ausnahmen: Ostermontag, Pfingstmontag, 3.
Oktober, 2. Weihnachtsfeiertag, jeweils 8 - 20 Uhr)
- per Fax ist die
Mobilitätsservicezentrale unter 01805/159357* zu erreichen
* 14ct/Min. aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk ggf.
abweichend. - online unter
www.bahn.de/handicap
bzw. via email unter:
msz@bahn.de
- persönlich
in DB ReiseZentren und DB-Agenturen
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