BLINDEN
- TORBALLGRUPPE
Hallo?! Seid Ihr schon drin?! Ups - das ging
ja schnell. Also; mit Euch haben wir nicht gerechnet. Wo Ihr schon mal
da seid, da bleibt einfach hier und lest weiter.
Wir sind die Torballabteilung der VSG Frankfurt.
Man sagt, wir wären ein kleiner Haufen Torballverrückter, die
jeden Mittwoch zwischen 19:00 Uhr und 21:00 Uhr in der BG Unfallklinik,
Friedberger Landstraße in Frankfurt trainieren, - wenn wir ganz kraß
drauf sind treffen wir uns auch an dem ein oder anderen Samstag zum Training,
z. B.: vor Meisterschaften.
Apropos Meisterschaften, wir glauben man sollte
erwähnen , daß wir bei diesen Meisterschaften in den letzten
zehn Jahren eigentlich ganz gut abgeschnitten haben, d. h. seit den 90er
Jahren des Jahrhunderts sind wir regelmäßig bei der Deutschen
Meisterschaft vertreten und holten hier einmal Gold, zweimal Silber und
einmal Bronze. Beim Europacup holten wir 1996 Silber und wurden 1997 Vierter.
Daneben spielen wir das Jahr über noch mehrere Freundschaftsturniere
in Deutschland, sowie in Belgien, Frankreich, Italien, Österreich,
Schweiz usw
Seit einiger Zeit gibt es bei uns auch eine
Damenmannschaft, die auch sehr erfolgreich ist . Sie wurde zweimal Hessenmeister
und einmal hessischer Vizemeister und belegte 1999 bei der Deutschen Meisterschaft
den 5.Platz.
Was meint Ihr ? Ach so, stimmt, es soll ja
noch Leute geben, die nicht wissen was Torball eigentlich ist. Torball
ist ein Mannschaftssport für Blinde und Sehbehinderte.
Das Spielfeld entspricht in etwa der Größe
eines Volleyballfelds. An den beiden Stirnseiten steht jeweils ein Tor.
Diese Tore sind jeweils sieben Meter breit und haben eine Höhe von
1,30 Meter. In der Mitte des Feldes sind in einer Höhe von 40 cm drei
Leinen gespannt. Eine Leine ist über die Mitte des Feldes gespannt,
die anderen jeweils rechts und links der Mittelleine in einem Abstand von
2 Metern. Jede Mannschaft hat drei Spieler auf dem Platz. Die Spieler müssen
versuchen, einen Ball unter den Leinen durchzuwerfen und auf der anderen
Seite ein Tor zu erzielen. Der Spielball ist 500 g schwer und hat einen
Umfang von 65 bis 67 cm , er hat ein Glöckchen im Innern. Torball
wird nur nach Gehör gespielt. Damit zwischen Blinden und Sehbehinderten
gleiche Verhältnisse bestehen, haben alle Spieler eine Schwarzbrille
auf.
Wir hoffen, Euer Interesse für Torball
geweckt zu haben. Falls Ihr Lust bekommen habt Torball zu spielen oder
jemanden kennt , der blind oder sehbehindert ist und Torball einmal ausprobieren
möchte, meldet Euch bei der VSG Frankfurt oder bei
Katja Frisch oder
Gerd Schmidt Tel: 0 61 96/ 96 73 16
So, genug der Worte, jetzt husch, husch raus
aus dem Internet und bei uns angerufen.
Mit freundlichen Grüßen, die Torballabteilung
der VSG Frankfurt
ERKLÄRUNGEN
ZUM TORBALLSPIEL
DIE OHREN ERSETZEN
DIE AUGEN
Mit großer Konzentration lauschen sie,
an welchem Ort sich der Ball befindet, wann er geschossen wird, wohin der
Schuss trifft."
Die Torballspielerinnen und -spieler sind
ausschließlich auf das Gehör angewiesen. Alle tragen eine lichtundurchlässige
Brille, damit Chancengleichheit zwischen Spielern mit und ohne Sehrest
besteht.
Torball wird mit einem Klingelball gespielt.
Durch sein Geräusch können ihn die Spielerinnen und Spieler genau
orten.
Geräusche außerhalb des Spielfeldes
sind für die Aktivitäten irritierend. Die Zuschauer müssen
sich deshalb während des Spielzuges in den Hallen ruhig verhalten.
Applaus und Torrufe sind aber selbstverständlich bei Spielunterbrechung
erwünscht.
Ein Spiel dauert 2 x 5 Minuten. Die Zeit wird
in gewissen Situationen angehalten. So z.B. Bei Aus- wechslungen, Time
out, Freiwurf, Penalty usw.
Das Torballfeld hat die Abmessung von 7 x
16 m. Das Tor hat eine Höhe von 1,30m.
Quer über das Spielfeld sind 3 mit Glöckchen
versehene Leinen gespannt. Der Ball darf keine der drei 40 cm hohen Leinen
berühren oder überspringen. Drei vor dem Tor angebrachte Matten
dienen den Spieler zur räumlichen Orientierung.
Der Spielgedanke besteht darin, dass die angreifende
Mannschaft versucht, den 500 g schweren Ball unter den Leinen hindurch,
an der abwehrenden Mannschaft vorbei, ins Tor zu spielen. Die verteidigen
Mannschaft versucht den Ball abzuwehren, um dann sofort selber in den Angriff
überzugehen und ein Tor zu erzielen. Der Ball muss spätestens
8 Sekunden, nachdem ihn eine Mannschaft unter Kontrolle hat, auf die gegnerische
Seite gespielt werden.
Gerhard Freyermuth


