VSG AKTUELL

Aus dem Vorstand
 

NEUE MITGLIEDSBEITRÄGE

Die Mitgliederversammlungen vom  25.03.99  und   13.04.00  haben die folgenden Jahres-Mitgliedsbeiträge beschlossen, die seit dem  01.01.2000 gelten:
 
 
Mitgliedschaft  
Klasse Art Beitrag EUR







1. Vollmitglieder (Erwachsene) 54,--
 
2. Ehepartner (ohne Kind) je 36,--
Alleinerzieher
Sozialfälle
 
3. Begleitperson (It. chwb-Ausweis) 18,--
Kooperative Mitglieder
 
4. Famillien:
1. Elternteil 36,--
2. Elternteil (Begleitperson) 18,--
1.  Kind 36,--
weitere Kinder 18,--
 
Aufnahmegebür 4,--

Die Zahlung ist jährlich im voraus im Bankeneinzugsverfahren zu leisten.
Der Beitrag wird regelmäßig bis zum 28. Februar des laufenden Geschäftsjahres
eingezogen.



 
1. Seniorenbeiträge: Von Mitgliedern, die 75 Jahre und älter sind, 
wird der Beitrag der Klasse 2 erhobenr
 
2. Sozialfälle: Durch Vorstandsbeschluß festzusetzen
   
3. Begleitperson: wird anerkannt bei Kindern bis 21 Jahre
 
4. "Kindern": sind junge Menschen bis zum 21. Lebensjahr.
Aufältere Kinder mit Vorstandsbeschluß die
Klasse 2 angewandt werden (Sozialfall).



Walter-Möller-Plakette 1982
Für die Versehrtensportgemeinschaft

Die Walter-Möller-Plakette ist eine in Erinnerung an einen früheren Frankfurter Oberbürgermeister 1975 gestiftete Auszeichnung für herausragende Aktivitäten bürgerschaftlicher Gruppen für das Gemeinwohl. In einer kleinen Feierstunde im Kaisersaal des Frankfurter Römers nahm der Vorsitzende der VSG, Dietrich 
Strupp, die Auszeichnung aus den Händen des Sportdezernenten Prof.Dr. Peter
Rhein entgegen.

In seiner Laudatio würdigte Prof. Rhein zunächst Möllers " Leidenschaft für mehr
Menschlichkeit in Frankfurt". Die Versehrtensportler, die sich in der VSG Frankfurt
zusammengefunden hätten, um den Behinderten ein neues Lebensgefühl zu vermitteln, seien von einer ähnlichen Leidenschaft gepackt wie Möller. Der Sport könne gerade für Behinderte eine unschätzbare Hilfe sein. Auch dem Leistungssport von Behinderten wurde von Prof. Rhein hohe Anerkennung gezollt, weil das Erlebnis der Leistung zur Selbstbestätigung des Menschen führen könne. Deshalb nehme die VSG unter den Gruppen, die für diese Auszeichnung in Frage kommen, eine hervorragende Stelle ein. Sie sei ein Glücksfall für die Stadt Frankfurt und habe diese Auszeichnung redlich Verdient.

Der Vorsitzende der VSG, Dietrich Strupp, selbst Vater zweier behinderter Töchter, dankte dem Sportdezernenten für die Auszeichnung. In  seinen Dank schloß er auch die Unterstützung ein, die der rund 600 Mitglieder zählenden VSG durch die städtischen Ämter, die Kriegsopferverbände etc. zuteil werde. Auch dem Sportkreis Frankfurt dankte Strupp, daß er die VSG als Träger der Plakette  vorgeschlagen habe. Besonderen Dank und Anerkennung zollte Strupp den Angehörigen der Behinderten, deren Leistung leider viel zu wenig gewürdigt werde.

Von Michael Löffler
Bergen-Enkheim. In der Sporthalle der Ried-Schule war es mucksmäuschenstill. Jedes Geräusch würde die Aktiven ziemlich irritieren. Denn die Torballspieler, die sich wagemutig nach einem 500 Gramm schweren Klingenball streckten, um einen Gegentreffer zu verhindern, waren ausschließlich auf ihr Gehör angewiesen. Das Torballspiel ist den Blinden oder Sehbehinderten vorbehalten. Um die Chancengleichheit zwischen Spielern mit und ohne Sehrest zu wahren, tragen alle lichtundurchlässige Brillen.

Jeweils drei Akteure pro Mannschaft sind während der zwei Mal fünf Minuten Nettospielzeit andauernden Begegnung auf dem Spielfeld, über dem in Höhe von 40 Zentimeter drei mit Glöckchen versehenen Leinen gespannt sind, die nicht berührt werden dürfen. Die Angreifer versuchen, den Ball an den drei abwehrenden Gegnern vorbei in das sieben Meter breite und 1,30 Meter hohe Tor zu befördern. Es ist schon faszinierend zu beobachten, mit welcher Geschicklichkeit die blinden Sportler den Ball abwehren. Zur räumlichen Orientierung dienen ihnen lediglich drei vor dem Tor angebrachte Matten. Allein nach dem Geräusch orten sie, wo sich der Ball befindet, wann er geschossen wird und wohin der Schuss trifft. Fasziniert und skeptisch beobachten die wenigen sehenden Zuschauer das Geschehen. Wer glaubt, es wäre ganz einfach, soll nur einmal versuchen, sich die Augen zuzubinden und dann sich blind auf den Boden stürzen, um einen Ball abzuwehren.

Den Torballspielern aus zehn norddeutschen Vereinen, die in Frankfurt um die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften in Braunschweig kämpften, bereitete es sichtlich Vergnügen. Da tat es keinen Abbruch, dass die gastgebende Verseehrten-Sportgemeinschaft (VSG) Frankfurt in dem von Bonn gewonnenen Turnier lediglich Sechste wurde und damit die Fahrkarte nach Braunschweig nicht einlösen konnte. Rund 40 Blindentorball-Vereine gibt es in Deutschland, die meisten in Bayern. In Hessen wird außer in den Hochburgen Marburg und Frankfurt noch in Kassel und in Darmstadt gespielt. Die Sportgruppe für Blinde und Sehbehinderte der VSG wurde im Januar 1966 gegründet. Die Entstehung der VSG selbst geht in Frankfurt jedoch bis auf das Jahr 1936 zurück. Georg Vogel, ein oberschenkelamputierter Mittelläufer gründete sie für Behinderte, die Sport treiben wollten. Die Rekordmitgliederzahl von 1200 stammt aus dem Jahr 1956. Da die ursprünglich hauptsächlich bedachte Zielgruppe der Kriegsgeschädigten langsam gestorben oder zumindest für den Sport zu alt geworden ist, gehen die Mitgliederzahlen zwangsläufig zurück. Gegenwärtig zählt die VSG Frankfurt rund 460 Mitglieder, von denen knapp 200 in den Sportarten Blindentorball, Kegeln, Kindergruppe (Gymnastik/Schwimmen), Koronarsport, Leichtathletik, Sitzball, Schwimmen und Tischtennis aktiv sind. „In Frankfurt gibt es rund 50 000 Behinderte. Außer uns existieren noch der Rollstuhlsportverein mit rund 250 Mitgliedern sowie kleinere Behinderten-Sportvereine in Niederrad und in Höchst. Wir werben für unseren Verein überall, doch viele Behinderte gehen heute in normale Sportvereine“, erklärt VSG-Vorsitzender Adolf Wich.

Finanziell sind die Behinderten-Sportler weitgehend auf die Zuschüsse der Stadt sowie Spendengeldern angewiesen. Allein aus den humanen Mitgliedsbeiträgen (54 Euro pro Jahr) wäre der Sportbetrieb nicht finanzierbar. „Die Stadt unterstützt uns bei den Sportstätten, vom Sport- und Badeamt bekommen wir Zuschüsse für die Veranstaltungen. Die Förderungsquote ist seit 2000 höher geworden“, sagt Adolf Wich, der auf der Suche nach Geldmitteln ist, um die in dem vor 16 Jahren gebauten kleinen Vereinshaus am Brentanobad notwendigen Renovierungsarbeiten durchführen zu können. Denn nicht jede Trainingsstätte wird den Behinderten wie die Turnhalle in der BSG-Unfallklinik kostenlos zur Verfügung gestellt. „Unsere Sportler bekommen bei den auswärtigen Turnieren zwar die Fahrt und die Übernachtung bezahlt, das Essen oder eine Begleitperson müssen sie aus eigener Tasche bezahlen“, klärt VSG-Sportwartin Katja Frisch auf. Sie hofft, ebenso wie Adolf Wich, dass Menschen ein Herz für Behinderte haben und sie mit Spenden unterstützen werden. 
 

© Frankfurter Neue Presse, 2000
 



VSG  Frankfurt
Versehrten - Sportgemeinschaft Frankfurt am Main – Gemeinschaft für Behindertensport
Mitglied  im  Landessportbund  Hessen und  im  Hessischen  Behinderten-  und  Rehabilitations  - Sportverband e.V. 
Katja Frisch  Sportwart Zeppelinstr. 9 65760 Eschborn
Tel.: 069/9092-3404 dienstl. 01712713663 Handy

Helfer für Nordrunde Torball
Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Versehrten – Sportgemeinschaft Frankfurt (VSG) hat die ehrenvolle Aufgabe übernommen als Vertreter des Hessischen Behinderten und Rehabilitations- Sportverbandes (HBRS) am 20.01.01 die 2. Qualifikationsstufe für die Deutschenmeisterschaft (Nordrunde) im Blindentorball auszurichten. In dieser Nordrunde treten 10 Mannschaften (Meister und Vizemeister der Landesverbände) gegen einander an, von denen sich die ersten 4 Mannschaften für die Deutschenmeisterschaft  qualifizieren. An diesem Tag werden insgesamt 55 Spiele auf zwei Spielfeldern ausgetragen, wobei ein Spiel ca. 20 min. dauert. Für ein Spiel benötigt man 2 Torrichter einen Zeitnehmer und einen Protokollführer. Bei solchen Veranstaltungen ist es außerdem üblich den Teilnehmern und Besuchern der Veranstaltung Speien und Getränke anzubieten.
Ein solches Turnier benötigt also viele Helfer, die wir nicht alle aus unseren eigenen Reihen stellen können.
Deshalb unsere Nachfrage, könnten Sie uns aus Ihren Reihen Leute als Helfer zur Verfügung stellen .
Natürlich wird jeder in sein Aufgaben eingewiesen. 
Leider ist es uns nicht möglich die Helfer zu entlohnen, aber fürs leibliche Wohl wird natürlich gesorgt.
Sollten Sie uns Helfer zur Verfügung stellen können, dann wenden Sie sich bitte an
Helmut Käding
Tel.: dienstl. MO.-FR. 10:00-15:00 Uhr 069/7 89 11 42
 

Mit herzlichem Dank für Ihr Interesse freundlichen Grüßen
VSG - Frankfurt

Dietrich Strupp (Vorsitzender)   Helmut Käding (Sportwart) 
 
 

Geschäftsstelle:    Konten:
Rödelheimer Parkweg 13   Postbank Frankfurt (BLZ 500 100 60)   KTO.-NR. 3 975 607
 


DER AUSSCHUSS FÜR BESONDERE
ANGELEGENHEITEN - ABA

Die Mitgliederversammlung der VSG Frankfurt hat am 24. März 1997 beschlossen, einen Ausschuss zur Unterstützung der Vorstandsarbeit einzurichten.

Sie folgte damit einen Antrag, den Rudi Holz mit dem Ziel eines Ehrenausschusses eingebracht hatte, der aber vom Vorstand mit weiteren Aufgaben zusammengefasst wurde zum "Ausschuss für besondere Angelegenheiten", abgekürzt "AbA.

In einer Gründungsurkunde wurde die Aufgabe des Ausschusses festgelegt: Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder, Vorbereitung und Ausrichtung von Feierlichkeiten, Öffentlichkeitsarbeit (ohne aktuelle Pressearbeit).

Für die Arbeit in diesem Ausschuss haben sich folgende Mitglieder zur Verfügung gestellt, die dann auch von der Mitgliederversammlung bestätigt worden sind: Gerhard Freyermuth, Rudi Holz, Günter Kuntsche, Abdelhak Sahil und Wladimir Wollmann. Der Vorstand dankt diesem Mitgliedern für ihre spontane Bereitschaft, sich intensiv den Vereinszielen zu widmen und aktiv mitzuarbeiten.

Nach den erforderlichen Vorbereitungen hat sich der Ausschuss am 03.Juli konstituiert und seine Aufgaben gewählt: Als Vorsitzenden Rudi Holz, als Schriftführer Gerhard Freyermuth, als Beisitzer Günter Knutsche, Abdelhak Sahil und Wladimir Wollmann.

Der Ausschuss hat inzwischen eine Reihe von Vorschlägen erarbeitet uns dem Vorstand vorgelegt. Die Auswirkung, getroffen Maßnahmen und Ergebnisse werden jeweils in der nächsten Mitgliederversammlung behandelt und die Erfolge des Ausschusses danach bewertet und gewürdigt werden.
 



.